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By Klaus Oehler

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Sobald es nämlich natürlich ist für etwas, | Sehkraft zu haben, wird man auch von ihm sagen, es sei blind oder es habe Sehkraft, und zwar nicht eines von beiden definitiv, sondern wie es sich trifft ; denn es muß nicht entweder blind oder mit Sehkraft ausgestattet sein, sondern es ist je nachdem das eine oder das andere. Aber bei dem Konträren, das ein Mittleres hat, sagten wir, es sei niemals für das eine oder andere Glied des Gegensatzes notwendig, allem zuzukommen, sondern nur gewissen Dingen | und diesen definitiv ein Glied des Gegensatzes.

Was aber Beraubung und Besitz anlangt, so ist, wenn er überhaupt nicht existiert, keines von beiden wahr, während nicht immer das eine wahr und das andere falsch ist, wenn er existiert. Denn „Sokrates hat Sehkraft" ist dem „Sokrates ist blind" so entgegengesetzt wie Besitz der Beraubung; und wenn er existiert, ist es nicht notwendig, daß das eine wahr und das andere falsch ist (denn solange | die Natur die Sehkraft noch nicht verliehen hat, ist beides falsch) ; wenn Sokrates aber überhaupt nicht existiert, auch dann ist beides falsch, sowohl „er hat Sehkraft" als auch „er ist blind".

H. unter Voraussetzung nicht einer transzendentalphilosophischen, sondern durchaus realistischen Geltung des Wissensbegriffes, die Kategorien zu Bedingungen der Möglichkeit dafür werden, daß etwas gewußt wird, wenn anders ohne „significatio" gar nichts gewußt wird. Und insofern ein Wissen ohne Kategorien gemäß erfolgter Annahme nicht möglich ist, ist das, was überhaupt Inhalt des Wissens sein kann, durch die zehn Kategorien bestimmt (vgl. : MPL LXIV 169; 180). Eine Möglichkeit der Ableitung der Kategorien aus einem einheitlichen obersten Prinzip, einer höchsten Gattung, erweist sich deshalb als unmöglich, weil die Kategorien selbst oberste Gattungen sind und keine Gattung mehr über sich haben.

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