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By Gerhard Helbig

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Weil es einheitlich ist, sollte es auch von einem einheitlichen Fach aus erfasst werden; weil es komplex ist (und aus verschiedenen Komponenten besteht), erfordert es einen interdisziplinären Zugang. Diese Interdisziplinarität bringt es mit sich, dass (auf Grund dieser unterschiedlichen Komponenten) notwendigerweise auch unterschiedliche Wissensbestände in das Fach „Deutsch als Fremdsprache“ eingehen, dass dabei jedoch die in „Deutsch als Fremdsprache“ hineinragenden Teildisziplinen oft den Anspruch von Erklärungsmodellen für den Gesamtbereich erheben.

Lexikon Mit Grammatik und Lexikon sowie ihrem Verhältnis zueinander ist ein weiteres Problem innerhalb des linguistischen Ansatzes benannt. Unumstritten ist gewiss, dass bei Sprachverwendung und Spracherwerb Grammatik und Lexikon notwendigerweise zusammenwirken. Strittig hingegen ist, wo die Grenze zwischen beiden Bereichen liegt, wie sie sich überhaupt zueinander verhalten und ob die Grammatik oder die Lexik für die Sprache und für den Fremdsprachenunterricht „wichtiger“ seien. In der zuletzt genannten Frage gab (und gibt) es erhebliche Meinungsunterschiede: Für den Primat der Grammatik wurde (vor allem in strukturalistischer Tradition) argumentiert, weil die Grammatik als Basis der Strukturen am Anfang erworben werden müsse (während die Lexik darauf aufbaut und ihr Ausbau in langen Zeiträumen erfolge) (vgl.

Innerhalb eines „linguistischen Ansatzes“ gibt es Meinungsverschiedenheiten darüber, welche Aspekte der Sprache als besonders relevant für den Fremdsprachenunterricht (und damit auch für Deutsch als Fremdsprache) angesehen werden. Es handelt sich um solche Fragen, welche Rolle die Kontraste zwischen Sprachen (die Konfrontative bzw. Kontrastive Linguistik), welche Rolle der Systemaspekt der Sprache im Verhältnis zur kommunikativen Verwendung der Sprache und welche Rolle innerhalb des Systemaspekts die Grammatik und die Lexik (das Lexikon) spielen, und schließlich um die Frage, ob die linguistische Grammatik von den Formen („Ausdrucksgrammatik“) oder von den Funktionen („Inhaltsgrammatik“) ausgehen sollte.

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