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By Peter von Polenz

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Längezeichen]; in Altsächsisch: *ik hle¯gast holting horn to¯ida. In dem durch historische Lautlehre und Etymologie erschließbaren ‚Urgermanisch‘ hieße es: *ekam hlewagastiz hultingaz hurnam tawido¯m [statt u ist auch o möglich]. Die Inschrift steht also zwischen Urgerm. und den überlieferten germ. Dialekten des Nord/Ostseeraumes, liegt zeitlich aber näher an den Anfängen dieser Überlieferung (Gotisch: Wulfila-Bibel Mitte 4. ; Altsächsisch: 9. ; Altisländisch: in lat. Schrift ab 12. ). Die Inschrift ist eher ein spätes ‚Gemeingermanisch‘.

2. Entstehung des deutschen Sprachbewusstseins Seit dem Merowinger Chlodwig (481–511) spielten die Franken nicht nur politisch, sondern, da sie ein umfangreiches Stück römischen Kulturbodens in ihren Besitz gebracht und römische Institu- Frühmittelalterliches Deutsch 29 tionen übernommen hatten, auch kulturell die weitaus wichtigste Rolle im frühmittelalterlichen Deutschland. Obwohl die Geschäftssprache des Merowingischen Reiches natürlich die lateinische war, fehlt es doch nicht an Anzeichen dafür, dass man sich auch für die frk.

Stammesdialekte mag Anlass dazu gegeben haben. Statt an eine ‚Hofsprache‘ ist aber eher nur an gewisse gemeinsprachliche Tendenzen zu denken. Die ahd. Überlieferung bietet nach neuerer Ansicht alles andere als ein getreues Bild von wirklich gesprochenen Stammesdialekten. In vielen Klöstern wurde keineswegs die erschließbare Mundart der Umgebung geschrieben. Die Mönche kamen oft von weither und wurden ausgetauscht. Zwischen den Klöstern wurden Bücher versandt, wie wir z. B. aus Otfrids Widmungen an Personen in Mainz, Konstanz, St.

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