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By Christian Stegbauer

Das Buch führt in die Netzwerkforschung ein, mehr noch möchte es aber als innovativer Forschungsbeitrag zur Untersuchung ihrer Grundlagen gesehen werden. Als Elemente sind beteiligt: Die soziale scenario, die angesichts meist weniger Beteiligter die Untersuchung von Mikronetzwerken nahelegt. Die Alltagskultur, die in Situationen entsteht, weil sie dort ausgehandelt und weitergegeben wird. Alltagskultur meint die Herausbildung und Verbreitung von Verhalten und den zugehörigen Weltsichten.

Der sozialwissenschaftlichen Netzwerkforschung geht es um die examine und Interpretation von Beziehungsstrukturen. Das, was once als Struktur bezeichnet wird, begrenzt und ermöglicht den Fluss von Informationen, sowie die Entwicklung von Identitäten und ihren Verhaltensweisen.

Durch den Grundlagenblick wird es möglich, die Netzwerkforschung kritisch zu reflektieren. Dabei wird die Bedeutung der relationalen Sichtweise für das soziologische Verstehen herausgearbeitet. Die Aussagen stützen sich auf Experimente zu Weinproben und Kartenspielturnieren, auf Befragungen zu Markenwahlen und zum Wissen über Vorlieben im sozialen Umfeld, sowie auf Beobachtungen großer Festivitäten.

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Eine Clique gehört zu den kleinen Gebilden, das bedeutet, dass diese die Möglichkeit gibt, dass jeder mit jedem anderen gleichermaßen in Kontakt kommt. Je kleiner eine Konstellation, umso weniger bedeutend wird das Kapazitätsproblem des Gebildes. Mit steigender Teilnehmerzahl kommt die Möglichkeit von gleichmäßigen häufigen Kontakten bald an eine Grenze, die eine verstärkte Strukturbildung erforderlich macht. Werden die Cliquen größer, so kommt es ebenfalls zu einem Zerfall der einheitlichen Struktur – etwa zu Hierarchiebildungen oder dem Zerfall der Gruppe in Subgruppen/-cliquen.

So kann es sein, dass Menschen sich duzen, nur weil dies durch einen dritten vermittelt wurde, der mit den beiden schon vorher per Du war. Ohne ein Zusammentreffen mit der beziehungsvermittelnden Person wäre es nicht so weit gekommen, dass sich die beiden nicht mehr mit Sie anreden. Freilich ist ein solches Treffen auch Gegenstand einer speziellen Situation. Wichtig hier ist aber, dass über vorhandene Beziehungen weitere Beziehungen entstehen und – wie im beschriebenen Fall – nicht nur die Beziehung selbst vermittelt wird, es werden auch Eigenschaften der Beziehung weitergegeben.

Beim Einkaufen trifft man sich nicht, denn durch unterschiedliche Arbeitszeiten werden Berührungspunkte im Alltag minimiert – die einen haben Feierabend und sind beim Einkaufen, während die anderen noch im Büro arbeiten. Selbst das Fernsehprogramm ändert sich im Laufe des Abends, wenn die früh Aufstehenden zu Bett gehen, laufen die eher anspruchsvollen Filme, über die man sich dann nur in solchen Kreisen unterhalten kann, die später mit der Arbeit beginnen. Solche Scheidungen von Kreisen kann man nach Giddens (1984) Strukturation der Gesellschaft nennen – damit ist die Tatsache gemeint, dass die Kontaktflächen zwischen bestimmten Bevölkerungskreisen eingeschränkt sind und damit auch der kulturelle Austausch verringert wird.

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