Download Heideggers Marburger Zeit: Themen, Argumente, by Tobias Keiling PDF

By Tobias Keiling

Seit die in Marburg entstandenen Texte und Vorlesungen, allen voran Sein und Zeit, in der Gesamtausgabe vorliegen, wird immer deutlicher, wie sich Heidegger in Marburg philosophisch entwickelt hat. Mit Sein und Zeit hat Heidegger einen textual content geschaffen, der gerade in seiner unvollendeten Offenheit zur Mitte seines Denkens werden sollte. Heidegger verstand das Buch ausdrucklich als einen, nicht aber als 'den' Weg der Philosophie. Die Beitrage dieses Bandes folgen der komplexen Entfaltung seines Denkens in ganz verschiedene Richtungen, gepragt von der inneren Spannung der Themen, Argumente und Konstellationen, mit denen Heidegger sich in Marburg beschaftigt hat. Der Band enthalt ausserdem die variation eines Referats uber den Romerbrief, das Martin Heidegger im Januar 1924 in einem von Rudolf Bultmann geleiteten Seminar gehalten hat.

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Hier ist der Ort für einen Nachtrag, denn oben wurde gesagt, meine In­ terpretation müsse motivieren, warum die nicht im starken Sinne uneigent­ liche, modal indifferente Selbsthabe mitunter als uneigentliche erscheint. Ein Grund besteht darin, dass vortheoretische Selbsthabe eben noch vortheore­ tisch ist, daher nicht eigentlich im Sinne von: theoretisch durchdrungen und angeeignet. Mit der Andeutung der Relevanz des Augustins-Reflexes kommt ein zweiter Grund ins Spiel: die hantierende ›Ankehr‹ an Welt kann nun als bloß sich verlierender Modus der Selbsthabe erscheinen.

Heid­eg­ger, Sein und Zeit, GA 2, 177, wo Heid­eg­gers vielsagende Randnotiz »Unwahr. « zu finden ist. Heidegger zum Ich-Gebrauch 53 ansteht,39 was ein Schatten der augustinischen Selbstverbarrikadie­ rung gegen die Vielen und die Lockungen der Welt zu sein scheint, die Heid­eg­ger in die Eigentlichkeitskonzeption einwandern lässt. Das ist mehr als ein vernachlässigbarer Reflex der Tradition, denn im augustinisch-kierkegaardschen Licht verschieben sich die positiven Momente auch einer theoretischen Bestimmung der Selbstheit im Sinne einer ontonomischen Reluzenz in Richtung einer eigentlichen Selbstheit, auf deren Boden es so scheint, als sei das Sichverstehen aus Weltlichem überhaupt das Problem.

Offensichtlich ist dieses Dasein auf andere Weise uneigentlich als der selbstverlorene Hantierer. Es schreit sich heraus, und indem es sich auf eine bestimmte Weise meinend herausschreit, hat es sich verloren. Indes ist es natürlich nicht so, dass dieses uneigentliche Dasein nicht irgendwie wüsste, dass es kein Fall einer Gattung ist. 30 Dennoch meint es sich, indem es sich ausspricht, gleichzeitig auf eine sich verfehlende Weise. Diesbezüg­ lich konstatiert Heid­eg­ger: »Im Ich-sagen spricht sich das Dasein als In-der-Welt-sein aus.

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