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By Rainer Wohlfarth

Das Buch basiert auf autobiografischen narrativen Interviews mit 20 hochaltrigen Menschen. Die Interviews geben einen Einblick in das Leben im sehr hohen regulate. Wenn alte Menschen über ihr Leben erzählen, dann ordnen, bewerten und bilanzieren sie ihr Leben. Sie beschreiben ihre persönlichen Überzeugungen, wie und warum die Probleme bewältigt - oder eben nicht bewältigt - werden konnten. Sie stellen dar, used to be und wer ihnen im Laufe ihres Lebens Mut und Zuversicht gab, und woraus sie Kraft schöpften. Die Hochaltrigen schildern auch, wie es ihnen möglich ist, trotz der Änderungen im hohen modify, trotz der erlebten Verluste, trotz des Erlebens körperlicher und psychischer Einschränkungen, immer auch in „ihrer Haut“ und „mit sich identisch“ zu bleiben.

Der spezifische Ansatzpunkt der empirischen Arbeit ist die Ebene der Interpretationsleistungen und Sinnstiftungsprozesse das heißt die paintings und Weise, wie hochaltrige Menschen die Erlebnisse, Erfahrungen und Veränderungen im Zusammenhang mit dem Älterwerden und dessen Folgen bearbeiten und sie in ihre biographisch begründete Selbstsicht und Erfahrungsgeschichte integrieren.

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Autobiographische Erinnerungen können zusammenfassend als temporäre Repräsentationen von Lebensabschnitten oder Gegebenheiten verstanden werden, die in einem Konstruktionsprozes s aus unterschiedlichen, im autobiographischen Wissensbestand organisierten Informationen gewonnen werden (Markowitsch & Welzer, 2005). Sie zeichnen sich gegenüber anderen Erinnerungen durch ihre Komplexität, ihren Selbstbezug und durch - das Gefühl des Sich-Erinnems an die eigene Biographie aus. Autobiographische Erinnerungen sind häufig verbunden mit Interpretationen des Erinnerten und durch das Vorhandensein kontextspezifischer sensorischer und perzeptueller Attribute sowie bildhafter mentaler Vorstellungen über die vergangenen Geschehnisse gekennzeichnet (Hillebrandt, 2002).

Dabei geht es vorrangig nicht um Bestimmungsstücke oder Strukturen narrativer Identität, sondern um die Art und Weise, wie Menschen identitätsrelevante Strategien einsetzen, um Selbstverständnis und Identität in autobiographischen Erzählungen zu vermitteln (Lucius-Hoene, 2010b). Um Identität herzustellen, ist der Zugriff auf Erinnerungen, insbesondere autobiographischer Art, und auf das prozedurale Gedächtnis als Speicherort des Wissens um die Art und Weise der Herstellung notwendig. Da Identität immer auch einen zeitlichen Bezug aufweist, ist der Zugriff auf das Kurzzeitgedächtnis notwendig, da dieses uns die zeitliche Verankerung in der Gegenwart erlaubt und damit erst eine Zeitreise in die Vergangenheit oder Zukunft ermöglicht.

2005). Diese auch als psychodynamisch bezeichnete Funktion (Pohl, 2007) bezieht sich auf Wissen über das vergangene und zukünftige Selbstbild und ermöglicht so ein Erleben von temporaler Kontinuität. Autobiographisches Erinnern soll demnach das Selbstkonzept aufrechterhalten und stabilisieren, Selbstkontinuität wahren und das Selbstbild gegen mögliche oder tatsächliche Verluste abschirmen. Autobiographische Erinnerungen stellen das Material bereit, aus dem sich unsere Persönlichkeit und unser Selbst bilden können.

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