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By Hendrik Wallat

Der Band befasst sich mit der in der politischen Philosophie geführten Diskussion um die (Nicht-) Vereinbarkeit von Vernunft und Herrschaft. Der bis auf Platon zurückreichende Versuch, Herrschaft (als) rational zu begründen, wird anhand seiner klassischen Varianten von der Antike bis zur Gegenwart auf seinen Vernunftanspruch hin kritisch analysiert. Mittels immanenter (Ideologie-)Kritik werden die Widersprüche in der begrifflichen Argumentation aufgedeckt und als Erscheinungen einer widersprüchlich verfassten gesellschaftlichen Ordnung dechiffriert, deren Herrschaftscharakter dem Vernunftvermögen des Menschen widerspricht.

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Was aber ist Hochmut anders als Streben nach falscher Hoheit? “ (183, vgl. 160) Da die Sünde der Revolte, welche Gott selbstredend „vorherwußte“ (179), „freiwillig“ (70) begangen wurde, bestrafte er diese mit aller denkbaren Härte. Die Menschheit wird in die „gerechte Verdammnis“ (187) gestoßen. Die Menschen werden aus dem Paradies vertrieben, verfallen dem Tode (vgl. ), die sündhafte „‚Libido‘“ (189), 32 2 Die christliche Variante treibt den Kirchenvater in einem besonderen Maße um. Die Menschen sollen sich zwar als gute gläubige Christen aus diesem Zustand der Unerlöstheit wieder herausarbeiten, was indes ohne „Gottes unverdiente Gnade“ (154) nicht mehr möglich ist.

Die realen Lebens- und Handlungsbedingungen, die menschliche Praxis, sind daher durchaus konstitutiv für die Freiheit des Menschen, die sonst bloß einem eitlen Wahn gleicht. “ (Adorno 1997b, 214) Ein solcher Freiheitsbegriff dient nicht der Befreiung, sondern der fortgesetzten Unterdrückung, wie es in anderer Form auch beim thomistischen Naturrecht in Bezug auf die Vernunft der Fall ist, die als Substanz der Wirklichkeit unterstellt wird, obgleich diese doch wesenhaft unvernünftig ist. *** Wenige Jahre nach Luthers Tod kommt es zum denkwürdigen, wenn auch ergebnislosen Disput von Valladolid (1550) über Wesen und Rechte der indigenen Bevölkerung (Latein-)Amerikas.

Dieser sei die „Pest unserer Zeit und der Fluch der sozialistischen Bewegung“ (Landauer 2012, 23). In seinem Aufruf zum Sozialismus rechnet er mit dem Marxismus in bestechender, wenn auch polemischer Weise ab. Noch mehr als die Rechtfertigung der Geschichte versetzt Landauer allerdings die andere herrschaftsapologetische Seite von Engels Argumentation in Rage: dass der Sozialismus erst am Ende des Kapitalismus zur Debatte stehe und alle vorherigen Geschlechter mithin gar keine Alternative zu Herrschaft und Klassenausbeutung gehabt hätten.

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