Download Langzeitstudien uber Nebenwirkungen der Kontrazeption — by Karl Überla (auth.), Ursula Kellhammer (eds.) PDF

By Karl Überla (auth.), Ursula Kellhammer (eds.)

Verhandlungsberichte wissenschaftlicher Symposien sind nicht in al­ len Fällen eine Publikation wert. Daß wir uns im vorliegenden Fall für eine Publikation entschieden haben, hat eine Reihe gewichtiger Gründe. Die Frage nach mehr oder weniger gravierenden Nebenwirkungen der oralen Kontrazeption ist immens wichtig für alle Frauen. Wenn sich die wissenschaftliche Gynäkologie in der Beurteilung dieser Fragen irrt, wird sie einen starken Vertrauensschwund hinnehmen müssen. Auch der Staat, der die Bürger nicht hinreichend orientiert und schützt, ist bei einer so weitreichenden Frage der Volksgesundheit zumindest indirekt betroffen. Nebenwirkungen treten erst im fortgeschrittenen adjust mit einer Ver­ zögerung von mehr als einem Jahrzehnt auf. Die deutsche weibliche Be­ vö1kerung wächst in den nächsten 10 Jahren in diese Risikosituation voll hinein. Bisher sind noch ca. forty% der weiblichen Bevölkerung ab 35 Jahre ohne Erfahrung mit der Pille. In 10 Jahren werden nahezu alle Frauen die Pille mehr oder weniger lange genommen haben. Wenn gravierende Langzeit-Nebenwirkungen vorhanden sind, muß das Netz der Untersuchungen, um sie möglichst rechtzeitig zu erkennen, jetzt ge­ spannt werden. Großstudien lassen sich nicht sofort aus dem Boden stampfen. Sie er­ fordern eine mehr oder weniger lange Entwicklungsphase. Die Entwick­ lungsphase zu einer deutschen Langzeitstudie, über die hier berich­ tet werden soll, dauert nunmehr drei Jahre. Die Erfahrungen einer Entwicklungsphase sind für andere derartige Projekte sicher wertvoll. Teil der Strategie von Entwicklungsphasen für Großstudien auf epide­ miologischem Sektor ist die Einbeziehung internationaler Erfahrungen.

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Das beachtlichste Ergebnis dieser Studie war, daß Frauen, die ein Dalkon-Schild trugen, ein zweifaches Risiko der Einweisung ins Krankenhaus wegen Sepsis aufwiesen gegenüber den Trägerinnen jedes anderen Typs von lUD (20). Fernerhin erlaubte uns die Studie abzuschätzen, daß IUD-Benutzer eine Todesrate von etwa 3 pro Million haben und ein Risiko der Krankenhauseinweisung von etwa 1 auf 200 Frauenjahre der Benutzung (17-19). Insgesamt zeigt sich bei allen diesen Arbeiten das Bedürfnis nach einer Organisation, die flexibel genug ist, daß man verschiedene Arten von Arbeit mit ihr durchführen kann.

400 über das Vereinigte Königreich verstreute praktische Ärzte. Die Information über jede Patientin wird in einem Halbjahres-Rhythmus, beginnend von dem individuellen Eintritt in die Studie computer-gesteuert abgerufen. Die vollständige Vertraulichkeit der Daten jeder Patientin wird aufrechterhalten. Auf dem Berichtsblatt der Patientin erscheint nur eine Identifizierungsnummer, die Zuordnung zwischen Name und Nummer der Patientin ist nur ihrem eigenen Arzt möglich. Die Studie wird von einer Zentrale in Manchester aus organisiert.

26 Auswahl der Kontrollpersonen Es ist wichtig, die Kontrollgruppe gleichzeitig mit der Fallgruppe auszuwählen. Die Prävalenz oraler Kontrazeptiva hat über die Jahre so stark gewechselt und die Zusammensetzung der Kontrazeptiva war (insbesondere hinsichtlich der östrogenmenge) so starken Veränderungen unterworfen, daß sehr irreführende Ergebnisse herauskommen können und tatsächlich auch herausgekommen sind, sobald man diesen Punkt nicht beachtet(e). Bei manchen Fragen braucht man Kontrollgruppen, die von mehr als einer Kontrazeptionsmethode stammen.

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