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By Felix Frey

Anknüpfend an Beschreibungen von Medienrezeption als „Quasi-Erfahrung“, „stellvertretende Erfahrung“ oder „Ersatz-Erfahrung“ ist die those von Felix Frey, dass Medienrezeptionsprozesse sich in ihrer Ähnlichkeit zur menschlichen Primärerfahrung unterscheiden. Auf foundation psychologischer, phänomenologischer und kommunikationswissenschaftlicher Konzepte entwickelt und begründet er zunächst den erfahrungshaften Rezeptionsmodus als integratives Rahmenkonzept und prüft in zwei Experimenten seine empirische Relevanz. Dabei zeigt sich, dass Medienmerkmale wie Narrativität sowie Rezipientenmerkmale die Erfahrungshaftigkeit der Rezeption journalistischer Artikel beeinflussen und dass mit erfahrungshafter Rezeption kognitive, emotionale und persuasive Wirkungen verbunden sind.

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Auch im journalistischen Kontext wird das Konzept verwendet. So beschreibt zum Beispiel Clark (2000, S. 12) das Schaffen von stellvertretenden Erfahrungen beim Leser als Ziel narrativer Darstellungsstrategien im Journalismus, wodurch letztlich die Attraktivität der betreffenden journalistischen Produkte für den Rezipienten steigen soll. Eben diese angenommene Attraktivität narrativer Darstellungsformen versuchen wiederum Tooby und Cosmides (2001, S. 24) durch phylogenetisch erworbene psychische Mechanismen zu erklären.

Neben solchen vergleichsweise ausgearbeiteten Begründungen finden sich jedoch in der Psychologie in um ein Vielfaches größerer Zahl Beispiele für de factoUnterstellungen der Identität oder von zumindest nur geringen und irrelevanten Abweichungen von Medienrezeptionsprozessen und nicht-medienbezogenen psychischen Prozessen sowohl in theoretischen Konzeptionen als auch in der Forschungspraxis. Ein Beispiel für die Annahme eher geringer Unterschiede zwischen unterschiedlichen Arten von Input in das menschliche Informationsverarbeitungssystem ist das Informationsverarbeitungsmodell von Wyer (2004).

475; Lombard & Ditton, 1997). Bower (1978) geht beispielsweise ausdrücklich davon aus, dass Menschen beim Verstehen von Geschichten sehr allgemeine und weitgehend dieselben Prinzipien und Prozesse verwenden, die auch bei der Interaktion mit Menschen in realen Umgebungen und dem Verstehen von Handlungen und Intentionen dieser Menschen zum Einsatz kommen. Deshalb fungiert ihm zufolge das Verstehen von Geschichten als »experimenteller Mikrokosmos« oder auch »Reagenzglas«, in dem Psychologen sozialkognitive Phänomene isolieren und untersuchen können (Bower, 1978, S.

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