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By Ulrike Lembke

Im Rechtsdiskurs wird seit dem Paradigmenwechsel von der Sittlichkeit zum Rechtsgüterschutz das Dogma der staatsfreien Privatsphäre propagiert, welche manchen gar als Inbegriff moderner Staatlichkeit gilt. Tatsächlich gibt es jedoch vielfältige rechtliche Regelungen konsensualer Sexualitäten, die sich auf Autonomie, Privatheit, Konfrontationsschutz, Bevölkerungspolitiken, Zuwanderung, Staatsdienst, Jugendschutz, Kommerzialisierung oder Moralvorstellungen beziehen. Die Autor*innen des Bandes fragen nach Notwendigkeit, Legitimation, Ausgestaltung und Grenzen von Regulierungen einverständlicher Sexualität als bedeutsamer sozialer Praxis der Bürger*innen, die an staatliche Interessen rührt, das gelingende Zusammenleben betrifft sowie in Konkurrenz zu und Interdependenz mit anderen, insbesondere geschlechtlichen, Normenordnungen steht.

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Cohen, Jean L. 2002. Regulating intimacy: a new legal paradigm. Princeton University Press. Dane, Eva & Renate Schmidt (Hrsg). 1990. Frauen & Männer und Pornographie. Ansichten – Absichten – Einsichten. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch. Dietze, Gabriele. 2003. Allegorien der Heterosexualität. Intersexualität und Zweigeschlechtlichkeit – eine Herausforderung an die Kategorie Gender? Die Philosophin 28: 9–35. Fischer, Thomas. 2009. Strafgesetzbuch und Nebengesetze: Kommentar.  Aufl. München: Beck.

Vergebliche Gesetzgebung“. Die Reform des Sexualstrafrechts 1997/1998 als Jahrhundertprojekt und ihr Scheitern. Zeitschrift für Rechtssoziologie 31(1+2): 253–283. Lenz, Karl. 2005. Wie Paare sexuell werden. Wandlungstendenzen und Geschlechterunterschiede. In Sexualitäten. Diskurse und Handlungsmuster im Wandel, hrsg. Heide Funk und Karl Lenz, 115–149. Weinheim und München: Juventa. Lenz, Karl und Heide Funk. 2005. Sexualitäten: Entgrenzung und soziale Problemfelder. In Sexualitäten. Diskurse und Handlungsmuster im Wandel, hrsg.

2 Wx 76/08.  1 D 365/36, 373/36, Entscheidungen des Reichsgerichts in Strafsachen (RGSt) 70: 375–377.  II 857/28, RGSt 63: 12–15. 1964, Jacobellis v.  184 (1964).  1 V 410/10.  Jahrhunderts explizit in Strafrechtsordnungen aufgenommen, um das Konzept der „Sittlichkeit“ mit seinen Korrelaten der Unzucht und Notzucht zu ersetzen . Der vorliegende Beitrag ist von dem Anliegen getragen, ein Konzept der sexuellen Autonomie zu entwickeln, das rechtsphilosophisch gehaltvoll ebenso wie geschlechtertheoretisch fundiert ist und geschlechterpolitisch produktive Analysen anzufachen vermag .

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