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By Astrid Lorenz

In etablierten Demokratien finden everlasting Verfassungsänderungen statt. Wie gelingt es den Initiatoren, die besonderen Mehrheiten dafür zu mobilisieren? Wie rational handeln die beteiligten Akteure und in welchem Verhältnis zueinander stehen die Verfassungspolitik und die Alltagspolitik? Die vergleichende Studie zeigte, dass Kollektivakteure zwar grundsätzlich Kosten-Nutzen-orientiert handeln, dass ihre verfassungspolitischen Präferenzen bei „normalen“ Verfassungsänderungen aber oft unklar bzw. instabil sind. Die phasenweise Delegation der Verhandlungen an einzelne Subakteure und Selbstläuferprozesse fördern die Einigung, fördern aber auch vorhabenbezogene Gewinnermittlungsfehler. Es zeigt sich, dass je nach Interaktionsorientierung der Akteure unterschiedliche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit es zu einer Kooperation kommt.

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Nützlich ist eine gewählte Lösung auch dann, wenn es zwar bessere gäbe, sie aber immerhin besser ist als der Status quo. Gemäß Überlegungen der Verfassungsökonomie ist denjenigen Änderungsinititiativen eine höhere Erfolgsaussicht beschieden, die dem Interesse von Akteuren an stabilen Grundprinzipien des Zusammenlebens entgegenkommen und die nicht konkrete Verteilungsfragen berühren (Buchanan/Tullock 1962; Vanberg/Buchanan 1989). Andererseits lassen sich bei Verteilungsproblemen in der Praxis oft leichter Kompromisslösungen finden als bei ideologischen Grundsatzkonflikten, auch wenn sie womöglich nur vorübergehend gelten (Susskind/McMahon 1990: 72).

Grundsätzlich ist zunächst eher eine Ablehnung als eine Zustimmung zu erwarten, weil rationale Akteure die Glaubwürdigkeit „fremder“ Daten und Wirkungsaussagen vermutlich erst einmal bezweifeln, weil es unwahrscheinlich ist, dass sie einen ebenso großen Nutzen aus der Initiative ziehen wie der Agendasetzer, weil sie risikoaversiv handeln und die mit jedem Wandel verbundenen erhöhten Transaktionskosten meiden. Allerdings sind ausgehend von dem Konzept rationaler Akteure unterschiedliche Verhaltensweisen in Abhängigkeit von der erwarteten Gewinnaussicht und Verhandlungsmacht zu erwarten.

Im Gegensatz zu den institutionalistischen Ansätzen sind historisch-soziologische Arbeiten auf Multivariabilität angelegt. Die Verfassung, andere Institutionen und Rahmenbedingungen beeinflussen hier die Entstehung kollektiver Akteure und die Herausbildung von Präferenzen, aber die Akteure sind selbst dazu fähig, ihre Umwelt zu verändern. Ähnlich den kulturalistischen Ansätzen kommen historisch-soziologische oft zu plausibel scheinenden, aber so allgemeinen Aussagen, dass diese kaum widerlegbar sind (Grimm 1994: 316).

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